
In einem festlichen Rahmen fand am 28.05.2026 die Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Zentralen Konfliktberatungsstelle (ZKBS) der EKHN in der Kirchenverwaltung in Darmstadt statt.
Nach der Begrüßung durch Franziska Löw, Leiterin des Referats Arbeitsrecht und Horst Pötzl, Vorsitzender der Gesamtmitarbeitendenvertretung (GMAV), ging Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz in ihrer Andacht auf den Streit zwischen Gott und Gottes Volk ein, wie er vom Propheten Micha im 6. Kapitel geschildert wurde. Sie legte den Schwerpunkt darauf, dass man sich auf Augenhöhe begegnet, so wie Gott die Kritik seines Volkes zugelassen hat und mit ihnen ins Gespräch ging. Andere ernst nehmen, die Perspektive wechseln, auf Situationen zurückblicken die gut und konstruktiv waren und im Vertrauen auf Gott den nächsten Schritt tun, eröffnen auch im Konflikt Chancen zum gemeinsamen Mensch sein. Sie hob die unterstützende und wichtige Arbeit der Konfliktberatungsstelle hervor und bedankte sich für deren wertvollen Einsatz.
Im Anschluss führte Alexander Janka, Studienleiter der Fachstelle Organisationsentwicklung bei IPOS, die ca. 55 Anwesenden durch die Historie der ZKBS von ihren Anfängen bis heute. Im Jahr 2001 initiierte die Gesamtmitarbeitendenvertretung der EKHN (GMAV) gemeinsam mit der damaligen Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten der EKHN und dem Referat Personalrecht diese Stelle, welche dann durch eine Dienstvereinbarung zwischen Kirchenleitung und GMAV als gesamtkirchliche Einrichtung geschaffen wurde. Innerhalb der EKD gehörte die EKHN damals zu den ersten Landeskirchen, die ein solches institutionelles Konfliktberatungsangebot einrichteten. Die Jubiläumsveranstaltung bot nicht nur einen Rückblick auf 25 Jahre Konfliktberatung in der EKHN, sondern auch Einblicke in die praktische Arbeit der Beraterinnen und Berater. In persönlichen Beiträgen wurde deutlich, wie wichtig die ZKBS als verlässliche Anlaufstelle für Mitarbeitende und Leitungsverantwortliche geworden ist. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis zeigten, dass Konflikte durch professionelle Begleitung häufig konstruktiv bearbeitet und Lösungen entwickelt werden können. Ein besonderer Dank galt zudem Frau Breckner die seit 2014 Leiterin der ZKBS ist. Ihr Einsatz für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Einrichtung wurde ausdrücklich gewürdigt. Frau Breckner bedankte sich ihrerseits bei den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern der vergangenen 25 Jahre. Zum Ende der Veranstaltung würdigte auch der Leiter der Kirchenverwaltung Dr. Lars Fuchs-Esterhaus die ZKBS als einen wichtigen Baustein für ein respektvolles und konstruktives Miteinander an der Dienststelle. Er betonte, dass ein gutes Miteinander nicht die Abwesenheit von Konflikten bedeutet. Vielmehr brauche es manchmal den Mut, Konflikte offen anzusprechen und konstruktiv auszutragen. Gerade darin liege eine wichtige Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis, Weiterentwicklung und vertrauensvolle Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang benannte er auch die bedeutende Rolle der Mitarbeitendenvertretungen und der Gesamtmitarbeitendenvertretung, die durch ihre vermittelnde und unterstützende Arbeit wesentlich zu einem wertschätzenden und vertrauensvollen Miteinander an der Dienststelle beitragen.
Bei einem kleinen Imbiss gab es im Anschluss an das offizielle Programm noch Zeit für einen gemeinsamen Austausch.
